Als Rauchgas bezeichnet man Abgase, die im Rahmen von Verbrennungsprozessen entstehen, beispielsweise bei Produktionsprozessen in der Industrie (zum Beispiel bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen), in Kraftwerken oder in Müllverbrennungsanlagen. Für die Rauchgasanalyse werden in der Regel so genannte Multigasanalysatoren eingesetzt. Mit diesen Messgeräten kann man eine Prozessgas- und Emissionsüberwachung und Feuerungskontrollen bewerkstelligen. Zur Rauchgasanalyse nutzt man diese komplexen Messsystem, die meist auf Infrarot-Basis arbeiten. Viele Messgeräte zur Rauchgasanalyse sind in der heutigen Zeit so klein und von geringem Gewicht, dass sie problemlos mobil und damit flexibel eingesetzt werden können.
Eine Rauchgasanalyse ermöglicht es dem Benutzer, die in die Atmosphäre abgeleiteten Abgase wie zum Beispiel Schwefeldioxid oder Stickoxide exakt messen zu können. Somit ermöglicht eine Rauchgasanalyse auch die so genannte „Rauchgasentschwefelung“. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, mit dem Schwefelverbindungen aus den Abgasen von Kraftwerken und in Müllverbrennungsanlagen entfernt werden können. Diese Schwefelverbindungen bilden sich durch die Verbrennung von schwefelhaltigen fossilen Brennstoffen. Mit der Rauchgasanalyse werden diese schwefelhaltigen Verbindungen exakt gemessen.
Eine Rauchgasanalyse ist insbesondere für Kraftwerke wertvoll, die Kohle oder schweres Heizöl einsetzen, deren Schwefelgehalt einen Anteil von mehr als einem Prozent bei den entweichenden Abgasen aufweisen. Die Rauchgasentschwefelung ist seit dem Jahr 1974 vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
Die Rauchgasanalyse ermöglicht eine genaue Analyse der Zusammensetzung der Abgase mit einem Abgas-Messgerät und auch der Konzentration der einzelnen Komponenten des Abgases. Für die Umwelt und die Gesundheit sind Rauchgasanalysen unerlässlich und von großer Bedeutung: Aus welchen Komponenten sich das Rauchgas zusammensetzt, hängt in erster Linie von den genutzten Brennstoffen ab. Generell gilt: Sämtliche Komponenten des Rauchgases wirken schädlich auf den menschlichen Organismus und können somit die Gesundheit des Menschen massiv beeinträchtigen. So unterbindet Kohlenmonoxid zum Beispiel, dass sich Sauerstoff an Hämoglobin binden kann, was unweigerlich zum Erstickungstod führt. Weitere Bestandteile des Rauchgases wie zum Beispiel Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid wirken ätzend auf Schleimhäute, Augen und Atemwegen. Im Rauchgas enthaltende Rußpartikel und Dioxin sind krebserregend und können Langzeitschäden nach sich ziehen. Aus diesen genannten Gründen ist eine Rauchgasanalyse in Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen unerlässlich. Messgeräte, die zur Rauchgasentwicklung eingesetzt werden, finden sich auf dem Markt in stationärer und in mobiler Ausführung und sind auf den jeweiligen Industriezweig abgestimmt.
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